Artikel : Rubrik : Deutschland
Im Atommüll-Zwischenlager Gorleben hat es am Wochenende einen meldepflichtigen Zwischenfall mit einem Castor-Behälter gegeben. Am Samstag trat in dem Lager für hoch radioaktiven Müll ein Fehler an einem Behälter-Überwachungssystem auf, wie das niedersächsische Umweltministerium in Hannover mitteilte. (Archivbild)
Im Atommüll-Zwischenlager Gorleben hat es am Wochenende einen meldepflichtigen Zwischenfall mit einem Castor-Behälter gegeben. Am Samstag trat in dem Lager für hoch radioaktiven Müll ein Fehler an einem Behälter-Überwachungssystem auf, wie das niedersächsische Umweltministerium in Hannover mitteilte. Bei der Untersuchung stellte sich demnach ein Defekt an einem Verbindungskabel zwischen Behälter und Überwachungssystem als Grund für die Störmeldung heraus. Die defekten Bauteile seien ausgetauscht worden, der Defekt am Sonntagmorgen aber erneut aufgetreten.Es habe "zu keinem Zeitpunkt" die Gefahr bestanden, dass Radioaktivität freigesetzt werde. Die Untersuchungen der Ursache dauern nach Angaben des Ministeriums an. Auf der vierteiligen Skala für meldepflichtige Ereignisse in kerntechnischen Anlagen in Deutschland rangierte die Panne in Gorleben im Landkreis Lüchow-Dannenberg in der zweithöchsten Kategorie "Eilt". Sie musste damit vom Betreiber innerhalb von 24 Stunden der Atomaufsicht mitgeteilt werden. Nach der internationalen INES-Skala ist der Defekt als "Null" der untersten von acht möglichen Stufen zuzuordnen: "Keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung".Im Zwischenlager Gorleben lagern insgesamt fünf Behälter mit abgebrannten Brennelementen und 86 Behälter mit Atommüll aus Wiederaufbereitungsanlagen.
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