Artikel : Rubrik : Welt
Wegen einer gescheiterten Hinrichtung mit einer Giftspritze hat der Gouverneur des US-Bundesstaates Ohio die nächsten beiden geplanten Hinrichtungen ausgesetzt. Die für Oktober und November angesetzten Hinrichtungen sollten verschoben werden, um nach einer Alternative zur Giftspritze zu suchen, teilte der demokratische Gouverneur Ted Strickland mit. Hintergrund ist die gescheiterte Vollstreckung des Todesurteils gegen den Häftling Romell Broom Mitte September. Die Hinrichtung wurde abgebrochen, weil das Hinrichtungsteam zwei Stunden lang keine Vene für die Todesspritze fand.
Wegen desselben Falls hatte ein Bundesgericht zuvor eine für Donnerstag angesetzte Hinrichtung ausgesetzt und damit der Klage des 43-jährigen verurteilten Mörders Lawrence Reynolds stattgegeben. Zugleich ordnete das Bundesgericht eine Überprüfung der Hinrichtungsmethoden in Ohio an. In einer Erklärung sagte Strickland aber, er sei "überzeugt" dass die Gefängnisbehörden bis zu einer Anfang Dezember geplanten Hinrichtung eine Alternative finden und alle nötigen Vorbereitungen treffen könnten. Dieses Jahr wurden in Ohio bislang vier Menschen hingerichtet.
Im Bundesstaat Texas kam unterdessen ein 43-jähriger Mann bei einem Autounfall ums Leben, der erst vor einem Monat nach zehn Jahren im Todestrakt wieder freigelassen worden war. Wie die Polizei am Montag mitteilte, ereignete sich der Unfall bereits am Samstag. Michael Toney war 1999 wegen eines Dreifachmordes aus dem Jahre 1985 zum Tode verurteilt worden. Er hatte stets seine Unschuld beteuert. Er wurde Anfang September auf freien Fuß gesetzt, nachdem ein Berufungsgericht das Urteil gegen ihn aufgehoben hatte.
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