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In Griechenland hat der Konservative Kostas Karamanlis die Wahlen gegen seinen Herausforderer, den Sozialdemokraten Giorgos Papandreou verloren.


Nach dem Wahlsieg der Sozialisten in Griechenland ist deren Spitzenkandidat mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Staatspräsident Karolos Papoulias beauftragte Papandreou, innerhalb von drei Tagen sein Kabinett zusammenzustellen. Der bisherige Regierungschef Kostas Karamanlis von der konservativen Nea Dimokratia hatte bereits am Sonntagabend seine Niederlage eingeräumt.

"Wir stehen vereint vor der großen Verantwortung, die ich übernehme", sagte Papandreou bei seiner Siegesrede. Amtlichen Angaben zufolge erhielt seine Panhellenische Sozialistische Bewegung (Pasok) bei dem Urnengang am Sonntag 44,9 Prozent, was mit 160 der 300 Sitze einer absoluten Mehrheit im Parlament entspricht. Laut Verfassung hat Papandreou nun drei Tage Zeit für die Kabinettsbildung. Griechischen Medienberichten zufolge will der Sozialist die Regierungsmannschaft verkleinen und mehr Frauen ins Kabinett holen.

Die Nea Dimokratia (ND) kam dagegen nur auf 33,48 Prozent und damit auf 91 Sitze - das schlechteste Ergebnis der Partei seit ihrer Gründung im Jahr 1974. Karamanlis trat umgehend vom Parteivorsitz zurück. "Der einzige ehrliche und verantwortungsbewusste Weg ist es, die Verantwortung für diese Niederlage auf mich zu nehmen und alles in die Wege zu leiten, um in einem Monat einen Parteitag abzuhalten", sagte Karamanlis. Der seit 2004 regierende und 2007 wiedergewählte Karamanlis hatte im September wegen der schwierigen Wirtschaftslage vorgezogene Wahlen angesetzt und damit zwei Jahre vor dem Ende der regulären Legislaturperiode die Flucht nach vorn angetreten. Seine Partei, von mehreren Korruptionsskandalen erschüttert, verfügte im Parlament zuletzt nur noch über eine Mehrheit von einer Stimme.

Wahlsieger Papandreou hat angekündigt, die Wirtschaft des Landes mit einem 100-Tage-Sofortprogramm aus der Krise zu bringen und den Staatshaushalt zu sanieren. Außerdem will er umweltfreundliche Technologien fördern und die Korruption bekämpfen.

Papandreou entstammt einer einflussreichen Politiker-Dynastie. Bereits sein Großvater Giorgos und sein Vater Andreas standen als Ministerpräsidenten an der Spitze des Landes. Der 57-Jährige führt die Pasok seit 2004. Bei Parlamentswahlen in den Jahren 2004 und 2007 hatte er noch gegen Karamanlis' Konservative verloren.

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