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Wer trägt Schuld am Untergang des Öltankers "Erika"?
05/10/2009, von Sharon Kohr
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PARIS - Einer der größten und aufwändigsten Prozesse in der Geschichte Frankreichs beginnt am heutigen Montag in Paris.


In den kommenden Monaten soll engültig geklärt werden, wer Schuld am Untergang des Öltankers "Erika" vor sieben Jahren hat und werd die Verantwortung für die folgenschweren Umweltverschmutzugen tragen soll.

Angeklagt sind unter anderem der Mineralölkonzern "Total", der Besitzer sowie der Kapitän des Schiffes. Ihnen werden Umweltverschmutzung und außerdem Gefährdung Dritter vorgeworfen.


Der Öltanker "Erika" hatte bereits 25 Jahre auf dem Buckel und soll nicht mehr seetüchtig gewesen sein. Auf jeden Fall hielt das Schiff dem schweren Sturm und den hohen Wellen im Dezember 1999 im Atlantik nicht stand.

Der Tanker zerbrach schließlich in zwei Teile und versank im Meer wobei rund 20.000 Tonnen Schweröl ausgelaufen sind. Was genau sich an Bord des Schiffes befand, ist aber nach wie vor nicht geklärt.


Insgesamt wurden bei diesem Unfall 400 Kilometer der französischen Atlantikküste verschmutzt. Bis zu 150.000 Seevögel fielen der Ölpest zum Opfer.

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