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UNO fürchtet bis zu 4000 Verschüttete in Indonesien
04/10/2009, von Kristyna Bufkova/AFP
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Drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra rechnen die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz mit bis zu 4000 Verschütteten. Das Foto zeigt einen Mann auf den Trümmern einer Schule im am schwersten betroffenen Ort Padang.

 "Wir schätzen, dass noch zwischen 3000 und 4000 Menschen unter den Trümmern eingestürzter Gebäude begraben sind", sagt der UN-Hilfskoordinator El Mostafa Benlamlih. Bob McKerrow von der Internationalen Föderation vom Roten Kreuz und Roten Halbmond schätzte die Zahl der Verschütteten ebenfalls auf bis zu 4000. "Die Leute mögen nicht, dass wir diese Zahlen nennen - sie wollen nicht, dass die Menschen zu sehr trauern", sagte McKerrow nach einer Reise durch das Erdbebengebiet.

Das Beben der Stärke 7,6 hatte am Mittwoch den Westen Sumatras erschüttert. In der am schwersten betroffenen Stadt Padang sind rund ein Viertel der Häuser zerstört. Mehrere Dörfer in der Umgebung wurden nach Einschätzung des Roten Kreuzes völlig verwüstet. Die Regierung ging bisher von 777 Toten aus, die UNO spricht von mehr als 1100 Toten. Laut UN-Vertreter Benlamlih haben Verschüttete eine maximale Überlebenschance von fünf Tagen.Auf Samoa haben die Rettungskräfte nach dem verheerenden Tsunami vom Dienstag bereits alle Hoffnung aufgegeben, noch Überlebende zu finden. Neuesten Angaben zufolge kamen auf den Inseln im Pazifik mindestens 180 Menschen ums Leben, weitere sind noch vermisst.

Die Regierung bot den Hinterbliebenen an, alle Opfer gemeinsam feierlich zu bestatten. Die Initiative sei bei den meisten Angehörigen auf positives Echo gestoßen, sagte ein Pressesprecher. Allerdings seien einige der Opfer bereits beerdigt. Nach seinen Angaben ist die nationale Trauerfeier für Dienstag vorgesehen.Die Menschen auf den Philippinen konnten unterdessen etwas aufatmen. Der als "Super-Taifun" angekündigte Wirbelsturm "Parma" habe sich auf dem Weg zur Hauptinsel Luzon abgeschwächt, teilte der philippinische Wetterdienst mit.

Zudem bedrohe "Parma" nicht mehr die Katastrophengebiete des vergangenen Wochenendes. "Wir müssen nach wie vor mit Regen rechnen, aber er wird kein Vergleich sein zu den Wassermassen bei 'Ketsana'", sagte Wetterdienst-Chef Nathaniel Cruz im Rundfunk. Dem Taifun waren am vergangenen Wochenende mindestens 293 Menschen zum Opfer gefallen.





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