Artikel : Rubrik : Welt
Taifun "Parma" zog mit starken Niederschlägen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Stundenkilometern über den Norden des Landes hinweg, weite Teile der Hauptinsel Luzon stehen unter Wasser. Obwohl der Sturm schwächer war als befürchtet, deckte er Dächer ab und entwurzelte Bäume. In der Provinz Benguet wurden Häuser von zwei Erdrutschen begraben, zwölf Menschen kamen ums Leben.Die Hauptstadt Manila, deren Bewohner noch mit den Folgen des ersten Taifuns kämpfen, blieb diesmal verschont, weil der Sturm weiter nördlich auf Land traf.
Bereits im Vorfeld des zweiten Taifuns hatte Präsidentin Gloria Arroyo das ganze Land in Alarmbereitschaft versetzt und die Evakuierung der Gebiete angeordnet, die in der Durchzugsschneise des herannahenden Taifuns lagen. Fast 170.000 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Am vergangenen Wochenende waren durch den Tropensturm "Ketsana" in Manila und Umgebung fast 300 Menschen gestorben. Viele Gebiete sind immer noch überflutet.Als nächstes könnte der Taifun "Parma" Taiwan erreichen.
Am Sonntag befand sich der Sturm rund 320 Kilometer südwestlich von Oluanpi, der südlichsten Spitze der Insel, und bewegte sich langsam nach Norden, wie der Wetterdienst mitteilte. Die Meteorologen riefen die Bewohner der Region Hengchun auf, sich auf starken Wind und heftige Regenfälle vorzubereiten. Anfang August waren in Taiwan mehr als 600 Menschen durch den Taifun "Morakot" ums Leben gekommen.In Vietnam erhöhte sich die Zahl der Todesopfer durch den Tropensturm "Ketsana" vor einer Woche unterdessen auf 162. Zuvor war von 99 Toten die Rede gewesen. Nach Angaben der Behörden wurden in dem südostasiatischen Land am Sonntag noch 13 Menschen vermisst, mehr als 600 wurden verletzt. Insgesamt waren in Vietnam rund drei Millionen Menschen von dem Unwetter betroffen.

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