Artikel : Rubrik : Welt
PEKING - China feiert den 60. Geburtstag der Volksrepublik mit großem Pomp - und in den Kinos läuft ein Blockbuster mit 200 chinesischen Filmstars, der den Sieg der Kommunisten im Bürgerkrieg und den Aufstieg Mao Tse-tungs zeigt.


Begleitet von massiven Sicherheitsvorkehrungen hat China den 60. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik mit einer Militärparade gefeiert. Mit einer Militärparade über die Pekinger Straße des Ewigen Friedens erinnerte das Land an den 1. Oktober 1949. An diesem Tag rief Mao Tse-tung auf dem Tiananmen-Platz die Volksrepublik China aus.

Rund 200.000 Menschen verfolgten die Militärparade mit tausenden Soldaten auf der Straße des Ewigen Friedens, Kampfflugzeugen am Himmel sowie militärischer Hochtechnologie, darunter auch ballistische Interkontinentalraketen. Anschließend marschierten tausende Menschen singend durch die Straße. Das Spektakel war mehrfach geprobt worden. Seit Wochen sind zudem tausende zusätzliche Sicherheitskräfte in der Hauptstadt. Das Aufgebot übersteigt dasjenige anlässlich der Olympischen Spiele 2008, als sich in Peking 100.000 Polizisten und Sicherheitskräfte befanden. Eine verstärkte Sicherheitspräsenz gab es auch in der Provinz Hebei rund um Peking, in der Uiguren-Provinz Xinjiang sowie in Tibet.

In Nepal nahm die Polizei dutzende Exil-Tibeter wegen angeblicher Pläne für Proteste zum 60. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China fest. Anti-Aufruhr-Beamte hätten knapp 40 Tibeter festgenommen, die versucht hätten, vor der chinesischen Botschaft in der Hauptstadt Kathmandu zu demonstrieren, sagte ein Polizeisprecher. Die Demonstranten entrollten tibetische Fahnen und skandierten Parolen wie "Freiheit für Tibet", bevor sie von Polizisten abgeführt wurden. Nach Angaben der Polizei sollten sie später wieder freigelassen werden. Aus Sorge um die freundschaftlichen Beziehungen hatte die Regierung Nepals wiederholt vor chinafeindlichen Protesten gewarnt.

Die reichgeschmückte Hauptstadt Peking lockt Besucher, zum Jahrestag am 1. Oktober stehen mehr als 100 Veranstaltungen auf dem Programm. Doch Kritiker wie der bekannte Künstler Ai Weiwei sind nicht in Feierlaune.

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