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SAMOA - Auf den pazifischen Samoa-Inseln sind durch einen Tsunami zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Augenzeugen sprachen von meterhohen Wellen. Die Flutwellen wurden durch ein schweres Seebeben der Stärke 8,0 ausgelöst.


Im besonders betroffenen Süden des Inselstaats seinen ganze Dörfer weggerissen worden, sagte ein samoischer Journalist der Nachrichtenagentur AFP. Augenzeugen sprachen von meterhohen Wellen. Die Flutwellen wurden durch ein schweres Seebeben der Stärke 8,0 ausgelöst. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin wurden zwei Deutsche bei dem Unglück verletzt.

Die Zahl der Toten liegt derzeit bei mindestens 53. Allein auf Amerikanisch-Samoa seien 22 Leichen geborgen worden, teilte ein US-Vertreter vor Ort mit. Es sei allerdings davon auszugehen, dass weitere Opfer geborgen würden. In Samoa selbst berichtete ein Journalist, er habe 31 Tote im Leichenschauhaus gezählt, es würden aber sicher noch mehr Opfer geborgen. Nach Angaben des Vizeregierungschefs Misa Telefoni wurden einige Ferienanlagen völlig verwüstet, die Touristen hätten kaum Zeit gehabt, die Anlagen zu verlassen.

Ein samoischer Journalist, Jona Tuiletufuga, berichtete AFP von verheerenden Zerstörungen im Süden und Südwesten Samoas. Ganze Küstendörfer seien von den Flutwellen weggerissen worden, vermutlich seien Tausende Menschen obdachlos geworden. In der Region, aus der die Nachrichten über Zerstörungen einträfen, gebe es rund siebzig Dörfer mit jeweils 300 bis 800 Einwohnern.Augenzeugen auf Amerikanisch-Samoa sagten, Autos seien ins Meer gespült und Gebäude zerstört worden. Ein Augenzeuge sprach von einer rund neun Meter hohen Wasserwand. Der Leiter des Nationalparks, Mike Reynolds, berichtete von großen Zerstörungen.

US-Präsident Barack Obama erklärte Amerikanisch-Samoa zum Katastrophengebiet. Neuseeland kündigte Unterstützung an: Eine Militärmaschine werde bei der Suche nach Überlebenden und beim Transport von Hilfsgütern in die betroffenen Regionen helfen, sagte Außenminister Murray McCully am Mittwoch. Auch die USA schickten ein Nothilfeteam. Der Tsunami wurde am Morgen von einem schweren Seebeben der Stärke 8,0 vor der Küste Samoas ausgelöst. Das Epizentrum des Bebens lag rund 200 Kilometer südwestlich von Apia in 18 Kilometern Tiefe, wie das US-Institut für Geophysik (USGS) mitteilte, das die Erschütterungen um 6.48 Uhr (19.48 Uhr MESZ) aufzeichnete. Eine Tsunami-Warnung wurde für Neuseeland und mehrere kleine Insel-Staaten ausgegeben, später aber wieder aufgehoben.

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