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US-Staatsanwaltschaft weist Kritik im Fall Polanski zurück
29/09/2009, von Sharon Kohr / AFP
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LOS ANGELES - Die Staatsanwaltschaft von Los Angeles hat sich gegen Vorwürfe verwahrt, jahrelang nichts für die Festnahme von Oscar-Preisträger Roman Polanski wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung getan zu haben.


Die Ermittlungsbehörde habe immer wieder Kontakt zu anderen Staaten aufgenommen, um Polanskis Festnahme und Auslieferung an die USA zu erreichen, erklärte sie in Los Angeles. So sei nach Polanskis Flucht aus den USA 1978 erstmals ein Gesuch auf Festnahme an Großbritannien übermittelt worden.

In den 80er und 90er Jahren habe es zahlreiche weitere Kontakte mit Behörden im Ausland gegeben, 2005 und 2007 habe es fehlgeschlagene Versuche gegeben, den Regisseur in Thailand und Israel dingfest zu machen, betonte die Staatsanwaltschaft. Die "Los Angeles Times" berichtete unterdessen, Polanskis US-Anwälte hätten möglicherweise durch Kritik an den US-Behörden ungewollt die überraschende Festnahme des Filmemachers in der Schweiz am Samstag provoziert. Im Juli hätten die Verteidiger in einem Schriftsatz an ein Berufungsgericht geschrieben, die Staatsanwaltschaft habe in den vergangenen 30 Jahren nichts getan, um Polanskis Auslieferung zu erreichen.

Offensichtlich gehe es den Ermittlern eher darum, den Regisseur weiter im Ausland zu halten, um das 32 Jahre alte Verfahren um sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen nicht aufarbeiten zu müssen.Polanski war am Samstag bei seiner Einreise in die Schweiz überraschend festgenommen worden. Der Regisseur hatte 1977, im Alter von damals 43 Jahren, in den USA Sex mit einer 13-Jährigen. Er bekannte sich schuldig und saß dafür zunächst 47 Tage im Gefängnis, floh aber vor der Urteilsverkündung nach Frankreich. In die USA kehrte Polanski seither nie zurück.

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