Artikel : Rubrik : Welt
Papst erinnert in Prag an Sturz des Kommunismus in Osteuropa
26/09/2009, von AFP / Sharon Kohr
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PRAG - Zum Auftakt seines Besuchs in Tschechien hat Papst Benedikt XVI. an den Zusammenbruch des Ostblocks vor 20 Jahren erinnert.


Damals seien die Länder Osteuropas von unterdrückerischen Regimen befreit worden, sagte er am Vormittag nach seiner Ankunft in Prag. Der Fall der Berliner Mauer sei ein "Scheidepunkt in der Weltgeschichte". Dieser habe es den Ländern in Zentral- und Osteuropa ermöglicht, "ihren rechtmäßigen Platz als unabhängige Akteure im Konzert der Völker einzunehmen".

Bei seiner zweiten Osteuropareise will das Oberhaupt der Katholiken im Laufe des Tages die Kirche Maria vom Siege besuchen und im Anschluss mit dem Papstmobil durch das historische Zentrum der tschechischen Hauptstadt fahren. Darüber hinaus sind Gespräche mit Präsident Vaclav Klaus und weiteren ranghohen Politikern geplant. Am Sonntagmorgen hält der Papst am Flughafen von Brünn (Brno) eine Messe, zu der mehr als 100.000 Gläubige erwartet werden. Am Montag will er dann in die Pilgerstadt Stará Boleslav weiterreisen.Infolge der jahrzehntelangen kommunistischen Herrschaft sind viele Tschechen nicht religiös. In einer Erhebung aus dem Jahr 2001 bezeichneten sich nur 32 Prozent als gläubig. Tschechien müsse nun "Glauben und Hoffnung wieder entdecken", sagte der Papst beim Angelusgebet am vergangenen Sonntag.

 

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