Artikel : Rubrik : Welt
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Merkel und Steinbrück fordern Reform der Finanzmärkte |
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Merkel reist vor Wahl zu Blitzvisite in die USA |
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Regelung der Finanzmärkte |
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EU erhöht im Streit um Manager-Boni Druck auf USA |
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Die wichtigsten Themen des G-20-Gipfels |
Zum Auftakt des G-20-Gipfels in Pittsburgh haben sich die Teilnehmer optimistisch gezeigt, die Reform der Finanzmärkte einen großen Schritt voranzutreiben. US-Finanzminister Timothy Geithner sagte, die Positionen in wichtigen Fragen wie etwa der Begrenzung von Manager-Boni hätten sich angenähert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, sie sehe "eine Chance, in allen wichtigen Fragen voranzukommen". Geithner äußerte die Erwartung, dass sich die G-20-Staaten in Pittsburgh auf eine Regelung von Manager-Prämien einigen würden. Es werde "sehr detaillierte Standards" geben, um Bonuszahlungen für Finanzmanager auf eine einheitliche Grundlage zu stellen.
Der Minister bestritt Differenzen mit den Europäern. "Wir sind nahe beieinander und haben dieselben Positionen", sagte er. "Wir wollen sehr strenge Regelungen, um die Risiken zu begrenzen." Auch in der weiterreichenden Frage einer Reform der Finanzaufsicht gebe es Fortschritte, sagte Geithner. Auch Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich in Pittsburgh zufrieden mit dem Verlauf der Verhandlungen über eine gemeinsame Schlusserklärung.
In einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Nicholas Sarkozy in Pittsburgh stimmte sie vor Beginn des Gipfels ihre Positionen ab. Im Vorfeld des Gipfels waren in der Frage der Manager-Prämien unterschiedliche Auffassungen erkennbar geworden: Deutschland und Frankreich drängten auf eine schärfere Regelung als die USA und Großbritannien. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, wollen die Gipfelteilnehmer offiziell bekannt geben, dass die G-20-Gruppe die Gruppe der größten Industriestaaten plus Russland (G-8) als wichtigstes Forum der internationalen Kooperation in Wirtschaftsfragen ablösen sollte.
Obama hatte den Gipfel am Abend (Ortszeit) mit einem Empfang für die Teilnehmer eröffnet. Am Freitag soll dann in Arbeitssitzungen über ein gemeinsames Schlussdokument beraten werden. In einer ersten Sitzung wollen die G-20-Chefs über die Erholung der Weltwirtschaft nach der Krise beraten. Auf einer weiteren Arbeitssitzung wollen die G-20-Chefs dann über die Neuregelung der Finanzaufsicht diskutieren. Die abschließenden Pressekonferenzen der Delegationen werden gegen 22.30 Uhr MESZ erwartet. Am Rande des Treffens lieferten sich Demonstranten und Sicherheitskräfte gewaltsame Zusammenstöße. Polizisten setzten Pfeffergas und Gummimunition ein, um die Teilnehmer einer nicht genehmigten Kundgebung zurückzudrängen, wie AFP-Reporter berichteten.




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