Artikel : Rubrik : Wirtschaft
Die Einigung der Eurostaaten auf ein neues Hilfspaket für Griechenland von mindestens 130 Milliarden Euro wird immer megr zur Nervenprobe.
Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker hat am Dienstagabend überraschendmitgeteilt, er werde die Euro-Finanzminister am Mittwoch lediglich zu einer Telefonkonferenz zusammenrufen.
Ursprünglich wollten die Finanzminister am heutigen Mittwoch in Brüssel zusammenkommen, um die Hilfen für Griechenland endgültig abzusegnen.
Damit zieht sich die Rettung des Landes vor der drohenden Pleite weiter hin.
Die "Troika" - bestehend aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds - und die griechische Regierung müssten weiter an zusätzlichen Sparmaßnahmen von 325 Millionen Euro arbeiten, begründete der luxemburgische Staatschef einen Entschluss.
Auch andere Fragen seien noch offen, teilte der luxemburgische Premier am Dienstagabend mit.
"Darüber hinaus habe ich nicht die verlangten politischen Zusicherungen von den Führern der griechischen Koalitionsparteien zur Umsetzung des Programms erhalten", schrieb Juncker.
Juncker und die Euro-Finanzminister hatten Athen in der vergangenen Woche diverse Bedingungen als Ultimatum gestellt, damit das dringend benötigte Hilfspaket endlich auf den Weg gebracht werden kann.
Aus Athen gab es allerdings weitere schlechte Nachrichten: Die griechische Wirtschaft ist 2011 mit einem Minus von 6,8 Prozent regelrecht eingebrochen.
Vor wenigen Tagen war bekanntgegeben worden, dass die Arbeitslosigkeit weiter ungebremst steigt. Die Quote liegt inzwischen bei 20,9 Prozent.
Ursache der rasanten Talfahrt ist nach Einschätzung von Finanzexperten die Sparpolitik, die die griechische Wirtschaft abwürgt. Der Privatkonsum ist rückläufig und die Staatsausgaben sinken.
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