Artikel : Rubrik : Sport
Trierer Sport: Minusgrade, keine Punkte
06/02/2012, von Tom Rüdell
Artikel 142 Mal gelesen
Imprimer cette news Bookmark and Share
Die Rollis verlieren in Thüringen, die TBB verpasst die Sensation in Berlin, die Eintracht hat "eisfrei" - das Trierer Sportwochenende im Rückblick.

FC Schalke 04 II - SV Eintracht Trier: Spiel wegen Unbespielbarkeit verlegt, neuer Termin noch offen.

Zu kalt zum Kicken: Weil die Mondpalast-Arena in Herne am Freitag morgen noch komplett durchgefroren war, wurde die Partie Schalke II gegen Trier am Freitagmittag abgeblasen - die Verletzungegefahr auf dem eisigen Untergrund wäre zu hoch gewesen. Eintracht-Coach Seitz reagierte enttäuscht: "Wir hätten gerne gespielt, um uns nach dem Debakel gegen Idar-Oberstein zurück zu melden." Der Nachholtermin stand am Freitag Nachmittag zwar noch nicht fest; sicherlich wird die Partie aber auf einen Termin während der Woche angesetzt. „Das würde dann bedeuten, dass wir drei Spiele innerhalb acht Tagen hätten – nicht gerade optimal“, gab der SVE-Coach zu bedenken.

Nicht nur wegen der drei fehlenden Eintracht-Spielern Jeremy Karikari (noch zwei Spiele gesperrt), Alon Abelski (Wadenprobleme) und Ahmet Kulabas (Mittelfußprellung), sondern auch wegen der extrem schwierigen Trainingsbedingungen hat die Absage des Schalke-Matchs aber auch ihr Gutes: Wegen der vereisten Trainingsplätze am Moselstadion wurde nämlich überwiegend nur in der Soccer-Halle in Kenn gearbeitet – beleibe keine optimalen Voraussetzungen für das Kräftemessen mit Schalke II.

 

ALBA BERLIN - TBB Trier 73:61 (33:32)

Das hätte so schön sein können: Die TBB Trier hat, mal wieder, einen Favoriten am Rande einer Niederlage, muss sich am Ende aber der spielerischen Klasse des Topteams geschlagen geben. 34 von 40 Minuten lang spielte die TBB in der o2-World in Berlin munter mit, führte sogar zur ersten Viertelpause mit 16:19. Vor allem ex-Albatros Philip Zwiener, der an alter Wirkungsstätte immer zeigen will, dass er fünf Jahre zu Unrecht auf der ALBA-Bank saß, und der wieder einmal stark kämpfende Nate Linhart sorgten dafür, dass Trier im Spiel blieb und mit einem hauchdünnen 33:32-Rückstand in die Halbzeitpause gehen konnte.

Linhart konnte im dritten Viertel sein persönliches Saisonhighlight setzen, als er erst einen Dreier von NBA-Veteran Kyle Weaver blockte und dann den folgenden Fastbreak selbst per Dunking abschloss: Trier führte mit 44:45. Wenig später war es John  Bynum, der einen Buzzerbeater aus der eigenen Hälfte zum 48:48 versenkte - vor dem Schlussabschnitt damit immer noch alles offen. Trier hielt die Intensität hoch bis zum 54:54 durch Andreas Seiferth, dann aber machte ALBA ernst - eine Niederlage gegen den Tabellensechzehnten in eigener Halle schien dem Starensemble keine so schöne Vorstellung zu sein. Oft genug kam es in der Vergangenheit vor, dass in solchen Situationen ein oder zwei Spieler für Berlin den Unterscheid machen, diesmal war es Bryce Taylor: Ein Dreipunkt-Spiel zur knappen Führung, ein freier Distanzwurf zur Vorentscheidung: 67:58, zwei Minuten vor dem Ende, Taylor hatte die Big Points markiert.

Das Endergebnis fiel mit 73:61 dann wie so oft etwas zu hoch aus, für Trier macht das keinen großen Unterschied: die TBB steht nach der Niederlage in Berlin wieder auf dem Abstiegsplatz 17. Am kommenden Samstag wartet mit dem Heimspiel gegen Bayern München der nächste Favorit - oder die nächste Chance auf die Sensation.

 

Oettinger RSB Team Thüringen - Immovesta Dolphins Trier 59:77 (35:41)

Die Immovesta Dolphins können gegen das Oettinger RSB Team Thüringen einfach nicht gewinnen. Im dritten Vergleich der beiden Mannschaften kassierten die Trierer Rollstuhlbasketballer die dritte Niederlage.

Es gibt einfach Tage, an denen man schlecht trifft. So einen erwischten die Immovesta Dolphins, bis dato beste Offensivmannschaft in der RBBL,  im Auswärtsspiel beim Oettinger RSB Team Thüringen. Dirk Passiwan, bester Korbjäger im Oberhaus des deutschen Rollstuhlbasketballs, hatte in Elxleben neunzehnmal Maß genommen und dabei nur sechs Würfe im gegnerischen Korb platziert. Zugegeben, Triers Spielertrainer wurde meist hart verteidigt und hatte wenig Freiräume. Doch auch seine Teamkollegen taten sich am Samstagnachmittag in Thüringen schwer und produzierten viele Fahrkarten.

"Unser Gegner hat einen Tick cleverer gespielt, wenn auch der Sieg in der Höhe etwas zu hoch ausgefallen ist", sagte Dirk Passiwan nach dem Match.

 

Weitere Artikel aus dieser Rubrik
Bayern: FC Bayern nach Tor-Gala gegen Basel im Viertelfinale
weiter lesen
A night to remember: Luxemburg ING Marathon 2012
weiter lesen
Trierer Sport: Dolphins siegen im Euro-Cup, alle anderen lassen Federn
weiter lesen
Kommentare
Indice Dernier Var. Var. %
BEL 20 2093.8 19.92 0,96%
DAX 6331.04 59.82 0,95%
CAC 40 3027.15 19.15 0,64%
Nasdaq 2847.21 68.42 2,46%
Jetzt auf Facebook
Wetter