Artikel : Rubrik : Wirtschaft
Was die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF (Commission de Surveillance du Secteur Financier) im Oktober 2011 noch gebilligt hatte, scheint nun doch geplatzt:
Es wird keinen Zusammenschluss der Deutschen Börse mit dem New York Stock Exchange (NYSE) geben.
Die EU-Kommission untersagte am Mittwoch den Zusammenschluss zum weltgrößten Börsenbetreiber. Trotz Zugeständnissen der Unternehmen sei die EU zu der Einschätzung gelangt, "der Zusammenschluss behindere in erheblichen Maß effektiven Wettbewerb und hat den Zusammenschluss als mit dem gemeinsamen Markt für nicht vereinbar erklärt", teilte die Deutsche Börse mit.
Die Ablehnung war erwartet worden, nachdem EU-Kommissare zuletzt Bedenken gegen eine Fusion geäußert hatten.
Dabei hatte die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF dem Vorhaben bereits grünes Licht gegeben.
Eine Zustimmung der luxemburgischen Behörde im Vorfeld war notwendig gewesen, weil die Deutsche Börse größere Beteiligungen an Börsendienstleistern aus dem Großherzogtum hält.
Nach dem Veto der EU-Wettbewerbshüter will die US-Börse jetzt die Fusionsvereinbarung auflösen: "Die Unternehmen diskutieren darüber, ihre Fusionsvereinbarung zu beenden", erklärte ein Sprecher der NYSE. Die transatlantische Börse werde nun ihr Aktienrückkaufprogramm wieder aufnehmen und ihr Derivategeschäft ausbauen.
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