Artikel : Rubrik : Welt
Die Rettungsarbeiten laufen noch, doch werden sie wohl mehr und mehr zu "Bergungsarbeiten" - Hoffnung, Überlebende des Schiffsunglücks vom 13. Januar im Bauch des gekenterten Ozeanriesen Costa Concordia vorzufinden, besteht kaum noch. Auch wenn der Einsatzleiter Cosimo Pollito heute vorrechnete, dass in der Minibar jeder Kabine 2,7 Liter trinkbare Flüssigkeit vorhanden seien, also genug, um innerhalb von 14 Tagen nicht zu verdursten, klingen solche Berechnungen doch mehr nach Durchhalteparolen für seine Teams, die sich mittlerweile zu 154 Innenkabinen vorkämpfen.
Mittlerweile hat sich die Reederei des gekenterten Urlaubsdampfers zu Wort gemeldet und, nach langer Funkstille, jedem Überlebenden des Schiffsunglücks 11.000 Euro Entschädigung angeboten. Das Angebot gelte für alle 3206 Passagiere und berechne sich aus den Kosten für die Heimreise, dem Reisepreis sowie Entschädigungen für erlittene Traumata und verlorenes Gepäck. Über Zahlungen an verletzte Passagiere und die Hinterbliebenen derer, die das Unglück nicht überlebt haben, müsse gesondert verhandelt werden. Das Angebot ist das Ergebnis einer Verhandlung zwischen Reederei und italienischen Verbraucherschutzverbänden.
Nach Informationen der ARD werden aber unabhängig von diesem Angebot etwa 50 Passagiere aus Deutschland und Italien eine Sammelklage gegen die Reederei und den Kapitän des Unglücksschiffes einreichen. Eine weitere Sammelklage von über 100 Passagieren aus Italien ist bereits anhängig. Deren Forderung liegt mit 160.000 US-Dollar pro Passagier deutlich über der nun veröffentlichten Zahl.
weiter lesen
weiter lesen
weiter lesen





News352 auf Facebook
7°C
7°C
10°C






