Artikel : Rubrik : Wirtschaft
Ein polnischer Energydrink namens "Viagaura" darf unter diesem Namen nicht verkauft werden. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden.
Der Name sei irreführend, missbrauche das Image der Potenzpille Viagra und nutze deren vermitteltes Bild von "Lebenskraft und Potenz unlauter aus", so die Richter. Damit wurde dem Widerspruch des amerikanischen Pharmakonzerns Pfizer stattgegeben. Pfizer hatte gegen den Antrag der Polen geklagt, "Viagura" als Markennamen eintragen zu lassen - die Namensähnlichkeit sei zu groß, außerdem läge die Möglichkeit nahe, dass das Getränk "gedanklich mit Viagra in Verbindung gebracht" würde.
Der Europäische Gerichtshof stellte in seiner Urteilsbegründung fest, dass Getränke "tatsächlich nicht die gleichen positiven Wirkungen wie die zur Behandlung von Erektionsstörungen bestimmten Arzneimittel haben", der Verbraucher ihnen aber beim Kauf durchaus ähnliche Eigenschaften zuschreiben könnte. Der Antrag auf Eintragung ins Markenregister wurde daher abgelehnt. Der polnische Hersteller muss sich einen anderen Namen für sein Getränk einfallen lassen.
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