Artikel : Rubrik : Welt
Die Zahl der Todesopfer nach dem Schiffsunglück im Mittelmeer vom 13. Januar hat sich auf 16 erhöht. Am Morgen konnten Taucher die Decks drei und vier absuchen, nachdem sie gezielte Sprengungen vorgenommen hatten. Auf Deck drei wurde eine tote Frau gefunden. Das Wetter der nächsten Tage wird die Arbeiten nicht behindern, der Wellengang sei nicht zu hoch, so Franco Gabrielli, Leiter des Krisenstabs.
Von den bislang geborgenen 16 Toten wurden bisher neun identifiziert. Unter den Opfern ist nach Angaben der Carabinieri ein Deutscher - nach Auskunft des Auswärtigen Amtes fehlt aber weiterhin von zwölf Deutschen jede Spur.
Insgesamt 23 Menschen gelten derzeit noch als vermisst. Unterdessen wurde aber eine Vermisstenmeldung wieder korrigiert: Eine von ihren Verwandten als vermisst gemeldete Ungarin war definitiv nicht an Bord, weil sie bereits vor drei Jahren versatrb. Es konnte bisher nicht geklärt werden, was die Familie bewog, die Frau als vermisst zu melden.
Obwohl das Wetter in den nächsten Tagen mitspielt, wird sich das Abpumpen des Treibstoffs aus den Tanks der Costa Concordia noch mindestens bis zum Wochenende verzögern. Bis alle 2300 Tonnen Schweröl aus den 17 Tanks des Ozeanriesen sicher entsorgt seien, könne es bis zu vier Wochen dauern. Sobald alle Vorbereitungen (darunter das Erwärmen des Schweröls) abgeschlossen sind, soll rund um die Uhr gepumpt werden.
Um das Wrack herum sind Ölflecken im Wasser aufgetaucht, allerdings nur ein "sehr dünner Film", so Gabrielli. Die Flecken sollen schnellstmöglich abgesaugt werden.
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