Artikel : Rubrik : Sport
Der 23jährige Shooting Guard, der seine Karriere bei den Musel Pikes begann, wurde von seinem deutschen Coach Frank Baum, einem ehemaligen TBB-Spieler, entdeckt und der TBB Trier empfohlen. Dort steht er seit 2009 unter Vertrag. TBB-Coach Henrik Rödl weiß, was er an "seinem Luxemburger" hat: "Samy gibt uns viel Energie von der Bank und ich weiß, dass ich ihn jederzeit einsetzen kann, weil er immer bereit ist. Sein Einsatz ist vorbildlich, er füllt seine Aufgaben extrem gut aus und hilft unserer Mannschaft enorm weiter.“ Seine Einsatzzeit ist zwar in dieser Saison im Vergleich zur letzten ein wenig zurückgegangen, das bietet allerdings noch keinen allzu großen Grund zur Besorgnis: Samy hatte in der vergangenen Saison seine stärkste Phase gegen Ende der Spielzeit - und die Saison 2011/12 läuft noch eine ganze Weile.
Wir haben uns vor dem Top-Spiel der TBB Trier gegen ALBA BERLIN am kommenden Wochenende mit Samy Picard unterhalten
Samy, zuerst mal Glückwunsch zum großen Los für die Luxemburger Nationalmannschaft: Ihr werdet bei der Qualifikation für die EM 2012 gegen Deutschland spielen - freust Du Dich?
Ja, das war wirklich das ganz große Los. Dieses Mal werden ja Hin- und Rückspiel direkt in einem Sommer gespielt, es wird also zwei Spiele in kurzem Abstand geben, allerdings weiß ich noch nicht, wo genau die stattfinden. Für uns ist das wirklich gut, gegen eine so große Mannschaft zu spielen; die Krönung wäre natürlich, wenn Philip Zwiener und Maik Zirbes (Anm.: Samys Teamkollegen von der TBB Trier) bis dahin noch für die Nationalmannschaft nominiert würden. Aber selbst wenn nicht, werden das große Spiele. Der Rest der Gruppe ist natürlich auch interessant: Schweden, Bulgarien und Aserbaidschan. Gegen Schweden haben wir schon zweimal gespielt - ohne glückliches Ende für uns. In jedem Fall werden das schwere Aufgaben.
Wenn wir mal auf die Beko BBL und die bisherige Saison der TBB Trier schauen - ganz zufrieden könnt Ihr im Moment nicht sein, oder?
Es läuft tatsächlich noch nicht ganz so, wie wir es gerne hätten, wir haben einige knappe Spiele verloren, darunter auch das ein oder andere, dass wir eigentlich hätten gewinnen müssen. Es ist schwer zu sagen, woran das liegt, am fehlenden Willen bestimmt nicht. Wir hatten oft Pech im Abschluss, vor allem im letzten Viertel lässt unsere Trefferquote nach. Da kann man nur weiter dran arbeiten. Und die nächsten Spiele werden sehr schwer.
Da sind wir beim Thema: Am Samstag kommt ALBA BERLIN zu Euch in die Arena, danach habt Ihr Bayern München und den Deutschen Meister Brose Baskets Bamberg auf dem Plan. Wie sind Deine Gedanken zum ALBA-Spiel?
ALBA BERLIN ist wie jedes Jahr sehr stark, vor allem haben sie dieses Jahr schon gegen Bamberg gewonnen. Das zeigt, dass sie zurzeit wirklich gut drauf sind. Es ist immer besonders, zu Hause gegen Berlin zu spielen, weil es viele Leute anzieht. Und wir freuen uns drauf, weil wir als Underdog ins Spiel gehen und eigentlich nur überraschen können.
Du hast eben gesagt, die Spiele werden schwer; es gibt auch Leute, die sagen, sie werden einfach, weil Ihr nichts zu verlieren habt - könnte man das nicht auch so herum sehen?
Ich mag eigentlich auch die Spiele lieber, wo keiner etwas von uns erwartet. Da kann man nur positiv überraschen, das ist in jedem Fall besser als gegen einen Tabellennachbarn zu spielen und dabei schlecht auszusehen. Wenn man sich gegen eine der Topmannschaften gut präsentiert, ist das in jedem Fall besser. In dem Fall ist es also ein schweres Spiel, das gleichzeitig einfach ist, weil der Rest der Liga erwartet, dass wir verlieren. Sollten wir jetzt eins oder zwei von den nächsten Spielen gewinnen können, würde uns das natürlich sehr helfen, das würde uns einen echten Anschub für den Rest der Saison geben.
Stell' uns zum Abschluss doch mal Deine neuen Teamkollegen vor.
Wir haben, passend zum Thema, zwei neue Spieler aus Berlin, Andi Seiferth und Joshiko Saibou. Die sind beide noch recht jung und bekommen hier größere Spielanteile als in Berlin. In meinen Augen entwickeln sich die beiden sehr gut und passen auch charakterlich gut in die Mannschaft. Andi Seiferth ist ja Teil unseres "Experiments" mit zwei jungen deutschen Centern (Anm.: Die TBB stellt als Center mit Maik Zirbes und Andreas Seiferth die beiden jüngsten Spieler der Liga auf dieser Position auf), was ja recht gut funktioniert; Maik spielt eine tolle Saison, und Andi hat in den letzten Spielen seine Rolle als Ersatzmann für Maik sehr gut erfüllt.
Nate Linhart bringt unglaublich viel Energie ins Spiel, ist bekannt für seine Verteidigung, seine hustle plays, seinen Körpereinsatz und seinen Siegeswillen. Damit passt er natürlich auch gut in unserer Konzept, das wir seit letztem Jahr verfolgen, sprich, die Einstellung muss stimmen, und die stimmt bei Nate zu 100%. Und zu James Washington, der neu dazu kam, kann ich jetzt noch nicht allzuviel sagen. In jedem Fall ist er ein netter Typ, ein guter Schütze, und er hat eine gute Spielübersicht. Wir werden am Samstag zum ersten Mal sehen, wie er sich im Spiel schlägt.
Danke, Samy!
Für das Spiel der TBB Trier gegen ALBA BERLIN am Samstag, 10. Dezember, 20:00 Uhr in der Arena Trier sind aktuell ca. 4000 Tickets verkauft. Noch bis morgen vormittag können Sie HIER Freikarten gewinnen!
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