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Kopenhagener Klimaverhandlungen gehen in entscheidende Phase (Video)
18/12/2009, von Sharon Kohr / AFP
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Das Ringen um ein Klimaabkommen auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen ist in die entscheidende Phase gegangen. Vertreter aus 28 Staaten unterschiedlicher Regionen kamen zu nächtlichen Gesprächen zusammen und arbeiteten bis in die frühen Morgenstunden an einem Entwurf für eine politische Erklärung.


 Am Morgen wird US-Präsident Barack Obama in der dänischen Hauptstadt erwartet.Bei dem Treffen habe es einen "konstruktiven Dialog" darüber gegeben, wie die Verhandlungen vorangebracht werden könnten, sagte der dänische Ministerpräsident Lars Loekke Rasmussen nach dem dreistündigen Treffen. Es sei jedoch noch viel zu tun. Die Sitzung habe gezeigt, dass es den Willen gebe, ein Abkommen zu erreichen, sagte der schwedische Ministerpräsident und EU-Ratsvorsitzende Fredrik Reinfeldt.

Unterhändler sollten bis zum Morgen ein Papier ausformulieren, bevor sich die Teilnehmer der Sitzung am frühen Morgen erneut treffen, um vor Beginn der Abschlussverhandlungen aller rund 130 angereisten Staats- und Regierungschefs erneut über den Entwurf zu beraten. Laut einem Teilnehmer der Sitzung soll in dem Text das Ziel genannt werden, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Zudem solle angestrebt werden, aus der Erklärung innerhalb eines halben Jahres ein verpflichtendes Abkommen zu formulieren.An dem hochrangigen Treffen nahmen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy unter anderen auch Vertreter aus den USA, Großbritannien, China, Russland, Brasilien, Indien sowie EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon teil. Die USA wurden in Kopenhagen durch Außenministerin Hillary Clinton vertreten. 

Präsident Barack Obama wird am Morgen erwartet.In den zweiwöchigen Beratungen war es den Vertretern aus 192 Staaten bislang nicht gelungen, einen Durchbruch zu erzielen. Hauptstreitpunkte blieben die künftigen Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen, finanzielle und technische Hilfen für Entwicklungsländer sowie die rechtliche Verbindlichkeit und Überprüfbarkeit der Verpflichtungen.

Laut einer Studie des UN-Klimasekretariats reichen die bislang bei der Konferenz genannten Ziele zur Verminderung von Treibhausgas-Emissionen nicht aus, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. In dem vertraulichen Papier, das der Nachrichtenagentur AFP vorlag, ist davon die Rede, dass die bei dem Klimagipfel zur Debatte stehenden Reduktionen zu einer Erwärmung um drei Grad führen würden.

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