Artikel : Rubrik : Welt
Im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Moskauer Flughafen Domodedowo hat die russische Armee ein mutmaßliches Trainingslager von Islamisten in der Kaukasusrepublik Inguschetien zerstört. Mit einem "gezielten Angriff" der Luftwaffe und Einsatzkräften am Boden sei ein Gelände angegriffen worden, das von Islamisten zur Vorbereitung von Selbstmordattentaten genutzt worden sei, teilte das Anti-Terror-Komitee laut russischen Nachrichtenagenturen in Moskau mit. 17 Rebellen und drei Soldaten seien bei dem Einsatz getötet worden.
Den Angaben zufolge wurde der Angriff von den Ministerien für Inneres und Verteidigung koordiniert und war Teil der Ermittlungen zum Anschlag in Domodedowo, bei dem am 24. Januar 37 Menschen getötet worden waren.
Im Zuge der Ermittlungen zu der Tat wurden nach Angaben des Anti-Terror-Komitees zudem zwei weitere Verdächtige festgenommen. Das Paar sei in Inguschetien gefasst worden, hieß es. Weitere Angaben zu den Umständen der Festnahme machte die Behörde jedoch nicht. Bei dem mutmaßlichen Täter des Anschlags soll es sich um einen 20-Jährigen aus Inguschetien handeln. Seine beiden Geschwister und ein Freund sitzen wegen einer möglichen Verstrickung in die Tat bereits in Haft. Zu dem Anschlag hatte sich der tschetschenische Rebellenchef Doku Umarow bekannt, der nach eigenen Angaben auch für die Anschlägen auf die Moskauer U-Bahn im März 2010 verantwortlich ist.
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