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Bundeskanzlerin Angela Merkel stattete im Rahmen ihres CDU-Wahlkampfes der ältesten Stadt Deutschlands am Mittwochabend einen Besuch ab. Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker gab Merkel vor der Porta Nigra in Trier politische Rückendeckung.

 

Vor römischer Kulisse haben am Mittwochabend gut 3000 gespannte Zuschauer in Trier den Auftritt der Bundeskanzlerin und CDU-Bundesvorsitzenden Angela Merkel verfolgt. Gemeinsam mit Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker kritisierte Merkel die Auslöser der Finanzkrise.

Angela Merkel in Trier

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Rahmen ihres Wahlkampfes in Deutschlands ältester Stadt Trier Station gemacht. Bedingungslose Unterstützung hat sie dabei von Luxemburgs frisch wiedergewähltem Premierminister Jean-Claude Juncker bekommen. Juncker gab sich gewohnt. Er sei der einzig noch verbliebene Ehrenbürger Triers. "Mein Privileg als Ehrenbürger ist es, hier gratis bestattet zu werden". Das habe er für die nächste Zeit jedoch noch nicht eingeplant, scherzte der Premierminister Luxemburgs.

Gemeinsam gegen utopische Manager-Boni

Beim Thema Finanzkrise und Managergehälter gab es von Luxemburgs Staatschef politische uneingeschränkte Unterstützung für Angela Merkel. Die brachte es auf den Punkt indem sie sagte, dass es untragbar sei, den Schuldigen utopische Abfindungen einzustreichen.   "Ich habe mir fest vorgenommen: Ich werde dafür Sorge tragen, dass es in Zukunft auch für diese Leute Regeln gibt, damit eine solche Krise sich nie wiederholen kann". Dazu gehörten auch "die völlig aus dem Ruder gelaufenen Bonuszahlungen." Diese hätten ebenso wie die Abfindung für den scheidenden Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick nichts mit sozialer Marktwirtschaft zu tun. "Das ist nicht der Geist der sozialen Marktwirtschaft, dass die einen um den Arbeitsplatz bangen und nicht wissen, was aus ihnen wird. Und der Chef, der dort ein halbes Jahr gearbeitet hat, geht mit 15 Millionen nach Hause. Das ist nicht unser Land", so die Bundeskanzlerin.

Auch Juncker fand passende Wort zu diesem brisanten Thema: "Es kann nicht so sein, dass auf den Chefetagen der internationalen Banken sich die Taschen gefüllt werden, während die Bürger in die Taschen greifen müssen, damit unser Wirtschaftssystem noch weiterhin funktioniert."

Die Duzfreunde Merkel und Juncker kritisierten stark das Verhalten von Bankern und Finanzinvestoren, deren "Gier die Welt erst dahin getrieben hat, wo wir jetzt sind", so Merkel. Beide Politiker kündigten an, dafür zu sorgen, "dass es künftig Regeln gibt, damit sich so etwas nicht wiederholt".

Meine Freundin Angela

Angela Merkel machte in ihrer 30-minütigen Wahlkampfrede ebenfalls deutlich, dass die Beziehungen in der Großregion so gut wie noch nie zuvor seien. Auf Luxemburgs Unterstützung in Sachen Wiederwahl kann sie jedenfalls zählen. "Ich würde mich freuen, wenn meine Freundin Angela mich am 27. September abends anrufen und sagen würde: ich bleibe Bundeskanzlerin", so Juncker.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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