Artikel : Rubrik : Welt
Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 434 Millionen Euro in den Büchern gestanden. Der Umsatz des Zulieferers sank in den ersten sechs Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent auf rund 7,3 Milliarden Dollar. Grund seien die drastischen Einbrüche bei der Autoproduktion in Nordamerika und Europa, sagte Magna. Autohersteller sind die Hauptkunden der Firma.
Magna will Opel zusammen mit seinem Partner, der russischen Sberbank, übernehmen. Beide wollen je einen Anteil von 27,5 Prozent. Die Opel-Mutter General Motors (GM) soll 35 Prozent behalten, zehn Prozent sollen an die Mitarbeiter gehen. Magna will 500 Millionen Euro Eigenkapital einbringen und fordert die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten 4,5 Milliarden Euro Staatshilfen.
Sollte Magna das Bieterrennen für sich entscheiden, sei die Übernahme noch keineswegs gesichert, warnte das Unternehmen. Sie sei abhängig unter anderem von der staatlich gestützten Finanzierung. Sollte die Übernahme zustandekommen, werde Magna dafür sorgen, dass sein laufendes Geschäft unabhängig von dem von Opel geführt werde.
Kunden von Magna hatten bemängelt, dass der Zulieferer mit der Opel-Übernahme zum Konkurrenten werde. Bundesregierung und die Bundesländer mit Opelstandort haben sich klar für Magna ausgesprochen; GM dagegen favorisiert den Finanzinvestor RHJ International (RHJI) mit Sitz in Belgien, verhandelt aber weiter auch mit Magna.
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