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Helfer am Ground Zero in New York sollen entschädigt werden (VIDEO)
12/03/2010, von AFP/Sharon Kohr
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Tausende Helfer am Ground Zero nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sollen für gesundheitliche Probleme wegen der Aufräumarbeiten entschädigt werden.

Tausende Helfer am Ground Zero nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sollen für gesundheitliche Probleme wegen der Aufräumarbeiten entschädigt werden. Wie der Versicherer WTC Captive am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, könnten mehr als zehntausend Menschen, vor allem Feuerwehrleute, Polizisten und Bauarbeiter insgesamt 657 Millionen Dollar (rund 477 Millionen Euro) an Ausgleichszahlungen erhalten.

Die Helfer waren bei den Aufräumarbeiten nach dem Einsturz der Türme des World Trade Centers giftigen Stoffen und Unmengen von Staub ausgesetzt, viele von ihnen kämpfen heute mit teils schweren Gesundheitsschäden. WTC Captive war für Klagen im Zusammenhang mit den Rettungs- und Aufräumarbeiten nach den Attentaten eingerichtet und mit rund einer Milliarde Dollar aus Bundesmitteln ausgestattet worden. Geklagt hatten mehr als zehntausend Betroffene.

Die Anspruchsberechtigten haben nun 90 Tage Zeit, das Angebot anzunehmen. Dafür muss jeder der Kläger eindeutig nachweisen, dass er an den Aufräumarbeiten am Ground Zero beteiligt war. Auch gesundheitliche Gutachten und Diagnosen müssen demnach eingereicht werden.

Christine LaSala, Präsidentin des WTC Captive, sprach von einem "fairen Ausgleich" für die Betroffenen. Durch die Vereinbarung könnten Rettungskräfte und Freiwillige angemessene Entschädigungen für ihre gesundheitlichen Schäden und auch etwaige zukünftige Probleme erhalten. Ziel des Fonds sei es, eine "gerechte Lösung" für die Betroffenen zu finden.

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sprach nach Bekanntwerden der Einigung ebenfalls von einer "fairen und vernünftigen Lösung". Die Stadt werde ihre Bemühungen um eine angemessene medizinische Behandlung der Betroffenen fortsetzen und deren Fälle weiter genau beobachten. Der frühere New Yorker Feuerwehrmann Kenny Specht erhob indes Vorwürfe gegen die Stadt. "Warum wurden diese Klagen nicht eher bearbeitet?", sagte er dem Sender CNN. Bei Specht war 2008 im Alter von nur 30 Jahren Schilddrüsenkrebs diagnostiziert worden.



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