Artikel : Rubrik : Welt
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet in diesem Jahr mit einem nur geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Im Jahresdurchschnitt werde es voraussichtlich 3,5 Millionen Arbeitslose geben, das wären 120.000 mehr als im Jahresdurchschnitt 2009, teilte das IAB mit. Das Institut legte seinen Berechnungen dabei ein Wirtschaftswachstum von 1,75 Prozent zugrunde.
Im Osten Deutschlands werden demnach wegen der demografischen Entwicklung in diesem Jahr über 110.000 Menschen weniger als 2009 ihre Arbeitskraft anbieten - so dass die Arbeitslosenzahl hier sogar sinken könnte.
Die Arbeitslosigkeit werde "ausschließlich in Westdeutschland" wachsen, erklärten die IAB-Forscher. Denn hier stagniere das Arbeitskräfteangebot, während die Unternehmen zunächst die Kurzarbeit zurückfahren und die Arbeitszeitkonten wieder auffüllen, nicht aber in größerem Umfang neu einstellen würden. Im Westen werde die Arbeitslosenzahl um 150.000 zunehmen, erwarten die Forscher - im Osten dagegen könnte sie um 30.000 sinken.
Besonders schwer eine Stelle zu finden, werden es laut IAB auch in diesem Jahr Arbeitslose und frisch Ausgebildete haben. Die Dauer der Arbeitslosigkeit werde sich daher wohl weiter erhöhen und die Zahl der Hartz-IV-Empfänger steigen.
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